Frühe Hilfe beginnt hier
«beni»: Screening psychosozialer Belastungen in der Schwangerschaft
«beni» ist ein Pilotprojekt vom Verein peribass zur Früherkennung psychosozialer Belastungen in der Schwangerschaft und frühen Elternschaft. Grundlage bildet ein wissenschaftlich fundierter Fragebogen, ergänzt durch Weitervermittlung, persönliche Unterstützung und regionale Vernetzung. Die «beni» Web-App dient dabei als zentrales Instrument zur Selbsteinschätzung und ermöglicht einen einfachen Einstieg in das «beni»-Versorgungssystem.
Wo das System an seine Grenzen kommt
Viele werdende Eltern und Familien sind psychosozial belastet – durch finanzielle Unsicherheit, Überforderung, psychische Belastungen oder fehlende Unterstützung im Umfeld.
Gleichzeitig existieren zahlreiche Hilfsangebote. Dennoch erreichen diese viele Familien nicht oder zu spät. Es fehlt an systematischer Früherkennung und klaren Prozessen, um Belastungen zu erkennen und passende Unterstützung einzuleiten.
Ohne frühe Orientierung bleiben viele Herausforderungen unsichtbar, Unterstützungsangebote unkoordiniert und Familien mit ihren Belastungen oft alleine. «beni» verbindet Früherkennung, Weitervermittlung und Begleitung zu einem koordinierten System früher Hilfe.
Früherkennung und Weitervermittlung durch «beni»
Schritt 1: Erfassen
Ein Fragebogen basierend auf dem wissenschaftlich anerkannten KINDEX-Fragebogen ermöglicht die systematische Erfassung psychosozialer Belastungen während Schwangerschaft und früher Elternschaft.
Schritt 2: Auswerten
Die Auswertung des Fragebogens identifiziert konkrete Belastungsfaktoren und macht den Unterstützungsbedarf sichtbar. Die Ergebnisse können freiwillig mit einer Fachperson geteilt und gemeinsam besprochen werden.
Schritt 3: Weiterleiten
Basierend auf den Ergebnissen werden passende regionale Beratungsangebote empfohlen. Bei Bedarf unterstützt die «beni-Anlaufstelle» bei der Orientierung, Kontaktaufnahme und Weitervermittlung an geeignete Unterstützungsangebote.
So funktioniert das «beni»-Projekt
Die «beni» Web-App dient als niederschwelliger Einstieg und hilft dabei, psychosoziale Belastungen früh sichtbar zu machen. Werden Belastungen erkannt oder wünschen Familien Unterstützung, erfolgt die Weitervermittlung über die «beni-Anlaufstelle».
Dort werden Anliegen aufgenommen, eingeordnet und gemeinsam passende nächste Schritte organisiert. Je nach Situation erfolgt eine Begleitung innerhalb des «beni»-Versorgungssystem oder eine Weitervermittlung an bestehende regionale Angebote und Fachstellen.
Parallel dazu arbeitet «beni» mit Fachpersonen, Gemeinden und Institutionen zusammen, stärkt regionale Netzwerke und unterstützt die Sensibilisierung für psychosoziale Belastungen in der frühen Kindheit.
Einsatz in Praxis und öffentlicher Versorgung
Öffentliche Hand
Gemeinden, Städte, Kantone, Regionen
«beni» ermöglicht es der öffentlichen Hand, belastete Familien frühzeitig zu erreichen und bestehende Unterstützungsangebote gezielter zugänglich zu machen. Durch die Integration des Systems in regionale Versorgungsstrukturen können Hilfsangebote besser koordiniert, Versorgungslücken reduziert und Familien schneller begleitet werden.
Gleichzeitig werden bestehende Angebote sichtbarer gemacht und Fachstellen in ihrer Zusammenarbeit unterstützt.
Fachpersonen & Institutionen
Hebammen, Berater:innen, Gynäkologie, Sozialarbeit, Spitäler, Praxen, etc.
Die strukturierte Erfassung psychosozialer Belastungen unterstützt Fachpersonen dabei, belastete Familien frühzeitig zu erkennen und gezielt zu handeln. Die Ergebnisse schaffen eine verlässliche Grundlage für Einschätzung, Weitervermittlung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Das Ausfüllen kann einfach in bestehende Kontaktpunkte integriert werden – beispielsweise im Rahmen regulärer Vorsorgeuntersuchungen, durch Hebammen oder im Beratungskontext.
Ergebnisse, die den Unterschied machen
Bereits erfolgreich in der Umsetzung
Das Projekt «beni» ist bereits im Kanton Luzern sowie in den Städten Aarau und Winterthur im Einsatz und wird in bestehende Versorgungsstrukturen integriert.
Die Früherkennung psychosozialer Belastungen erfolgt über die «beni» Web-App, ergänzt durch regionale Vernetzung, Weitervermittlung und – sofern erforderlich – die Unterstützung durch die «beni-Anlaufstelle».
So können Fachpersonen, Familien und regionale Angebote gemeinsam passende Unterstützung organisieren – abgestimmt auf die vorhandenen Strukturen vor Ort.
Wir haben antworten
Bringen Sie «beni» in Ihre Region
Integrieren Sie Ihre bestehenden Angebote in eine Lösung, die Früherkennung ermöglicht und Familien gezielt in passende Unterstützung führt.
«beni» verbindet Früherkennung, Weitervermittlung und bestehende Unterstützungsangebote zu einem koordinierten System früher Hilfe.